Essanfälle, ständig Hunger?

Essanfälle. Kennen wir fast alle. Leiden viele darunter. Warum? Weil unser Körper eigentlich weiß, was er braucht. Der Körper schreit nach Nahrung. Und das tut er so lange, bis er all das hat was er braucht. Unser Körper braucht die 50 verschiedenen essentiellen Nahrungsstoffe. Essentiell, also lebensnotwendig und von außen zuzuführen. Kann er nicht selbst herstellen. Unser Körper meldet sich, wenn die Gesundheit, das Leben in Gefahr sind. Wenn wir unserem Körper aber nur leere Kalorien (vor allem Zucker) geben, dann ist er nicht zufrieden. Wir nehmen nur zu. Aber der Körper will dann immer mehr und schreit weiter nach Nahrung. Bis er das bekommt, was er benötigt: die 50 essentiellen Nahrungsbestandteile, vor allem Wasser, Eiweiß, Vitamine, Mineralien, Spurenelemente, Fette. All die (Mikro-)Nährstoffe von denen wir immer berichten. Und erst, wenn der Körper alles bekommt, was er braucht, hört der ewige Hunger auf.

Haben wir schonmal erwähnt, Eiweiß macht satt.

Und auch erst dann, fängt Gesundheit an. Wenn der Körper all das hat, was er zum Funktionieren benötigt. Die Zutaten zu einem gelungenen Rezept, einem gelungenen und funktionierenden Organismus. Die 50 essentiellen (Mikro-)Nährstoffe. Und die sind leider nicht in Zucker, Mehl oder Butter enthalten (wirklich leider, denn ich liebe Kuchen, leider ). Unser Körper ist also erst zufrieden, wenn er alles hat, was er zum Leben braucht. Am meisten Wasser, Eiweiß, gute Fette und die Mikronährstoffe.

Ist auch in vielen wissenschaftlichen Studien belegt. Dass das aber auch in der Praxis funktioniert wissen wir aus Erfahrung. Und auch diejenigen, die das Praktizieren, merken, dass es funktioniert. Hierzu möchte ich Ihnen heute gerne einen Leserbrief von einer Pur-Life Teilnehmerin zeigen. Sagt, glaube ich, alles. Lesen Sie selbst:

„Ich möchte mich erst einmal ganz herzlich bedanken für all die Mühe, die du dir machst mit den medizinischen Artikeln, basierend auf fundiertem wissenschaftlichen Hintergrund, die du für die Pur Life Website schreibst. Ich habe sehr sehr viel von dir gelernt - natürlich auch aus vielen Fitness Talks. Das Wichtige ist, dass ich nach und nach das Gefühl bekam, den Inhalten vertrauen zu können und so ließ ich mich dann nach 1,5 Jahren Hinterfragen und Überlegen komplett darauf ein, täglich Nahrungsergänzungsmittel zu nehmen und täglich meine Eiweißaufnahme zu kontrollieren. Sport mache ich natürlich auch. Mit diesem strikten Programm bin ich nun in der sechsten Woche und habe mich völlig verändert! Ich bin voller Energie, ich freue mich auf einen Sport- statt Fernsehabend, ich habe ca. 5 kg abgenommen, meine Haut und mein Körper sehen komplett anders aus - was aber das Unglaublichste und Beste ist: Meine Essanfälle, unter denen ich ca. 20 Jahre täglich, zumindest durch quälende Gedanken, gelitten habe, sind quasi weg! Ich hielt mich für süchtig und willensschwach und jetzt bin ich plötzlich "normal"?! Ich bin sehr sehr glücklich deswegen möchte mich bei dir und dem ganzen Team hiermit bedanken.“

„Ich arbeite schon lange an einer gesunden Lebensweise, wusste aber an allen Ecken nicht so ganz genau wie, aufgrund der vielen kontroversen Informationen - und das hat mich wohl bisher vom Erfolg abgehalten. Ich vermute, dass bei mir die Eiweißaufnahme der entscheidende Punkt war, um die Essanfälle zu stoppen - und ich spreche hier von einer Sucht, ständigem Gedanken-Kreisen um Essen und Nicht-Essen, Mengen von mehreren tausend kcal auf einmal, folglichen körperlichen Beschwerden, Scham, Kontrollverlust, geringes Selbstbewusstsein aufgrund von vermeintlich schwachem Willen. Ich muss leider sagen, dass mir ein längerer stationärer Aufenthalt in einer Psychosomatik die Lehren der DGE näher gebracht hat, sprich: zu wenig Eiweiß, als Zwischenmahlzeiten fast reine Kohlenhydrate. Darüber hinaus natürlich immer die Idee, dass die Essstörung psychische Probleme zur Ursache hat. Jetzt denke ich eher, dass es umgekehrt ist. Es ist ja klar, dass ein zwanghaftes Essverhalten zu Unbehagen führt?!“

Ganz, ganz vielen Dank an die Teilnehmerin für diesen tollen Bericht.

Es gibt für einen Arzt (zumindest für mich und ich denke auch für die meisten anderen Kollegen) kein größeres Geschenk als eine Erfolgsgeschichte. Nur dafür macht man das alles. Selbst wenn all die Arbeit nur einem einzigen Menschen geholfen hat, dann weiß man, dass sich die Arbeit und Mühe, die vielen tausende Stunden lernen und das Weitergeben des Wissens gelohnt haben.